Ein wenig Tourismus
Die Region um Saint-Florentin bietet ein abwechslungsreiches Landschaftsbild: Felder und Wiesen auf Sand-, Lehm- und Schwemmlandböden wechseln mit Wäldern und Flusstälern ab.


Hier, am Rand der großen Forsten von Othe und lädt die Natur zur Entspannung und Erholung ein inmitten - von Getreide und Spargelfeldern oder Baumschulen, - Rinderherden, die in allen Jahreszeiten auf saftigen Weiden grasen, - zahlreichen Wasserläufen, die Angler und Vögel anlocken, - bewaldeten Anhöhen und Hügeln aus Kreideböden für alle Wanderer, die sanft geneigte Wege lieben, Und im Herzen dieses idyllischen Rahmens die Stadt Saint-Florentin, die ihr reiches Architekturerbe im Laufe der Jahrhunderte zu wahren wusste.
Die Ufer- und Wasserlandschaften der Region Saint-Florentin
Mit
den Flüssen Armance, Armançon und Créanton, den
ruhigen Wässern des Plan d'eau de la Saunière und dem
Kanal von Burgund (Canal de Bourgogne) besitzt die Region
Saint-Florentin ein reiches Ökosystem, in dem Angler Raubfische,
Karpfen, Forellen, Karauschen oder auch Gründlinge und andere
Backfischarten vorfinden. Garantierte Anglerfreuden für Eilige
oder Ausflugsziele für Familien bilden nahegelegene
Fischzuchtanlagen im Grünen..
Vogelliebhaber
und Naturfreunde können im Vogelschutzgebiet von Bas-Rebourseaux,
das vom Armançon durchflossen wird, zahlreiche Arten in ihrem
natürlichen Lebensumfeld beobachten. Im Laufe des Jahres rasten
hier zu manchen Zeiten Hunderte von Zugvögeln, denen der See, der
Fluss, die Auwälder und Sandbänke Nahrung oder auch
Nistgelegenheiten bieten. Das Feuchtgebiet umfasst Teiche, Flussarme,
Weiden, Anbauflächen, Brachen und Gehölzgruppen. Im
Frühjahr kehren die Weißstörche hierher zurück und
bevölkern erneut das Nest auf der Plattform des Stadiums von
Saint-Florentin.
Der Kanal von Burgund durchquert die Region und lädt zu einer friedlichen Kreuzfahrt in frischer Luft ein, deren Rhythmus von den Schleusenpassagen bestimmt wird. Der Freizeithafen von Saint-Florentin bietet einen ideal gelegenen Ausgangspunkt für die Entdeckung der Reize der Region an Bord von Kähnen und Ausflugsschiffen.
Das Florentinois, ein Reservat für ganz besondere Gaumenfreuden
Hier liegt die Heimat zweier Käsesorten aus Kuhmilch: Der Saint-Florentin ist ein leicht gesalzener und angetrockneter Frischkäse, sowie der Soumaintrain, ein gereifter Rohmilchkäse mit gewaschener Kruste. Das Florentinois bietet weitere kulinarische Freuden wie den heimischen Spargel, Stopfgansleber (foie gras), Honig, Forellen, Schnecken und Apfelwein der Regionen Othe und Champagne Humide unter der Herkunftsbezeichnung "Pommes d'Avrolles".Und ganz in der Nähe wachsen im Weinberg von Chablis edle Kredenzen mit raffiniertem Geschmacksbukett und goldgrünen Farbenspiel heran.
Entdeckungen im Florentinois auf ruhigen Wanderpfaden oder aus der Vogelperspektive
Zu
Fuß, im Sattel eines Mountainbikes, auf dem Pferderücken
oder in der Kutsche… die Wanderwege, Treidelpfade, und ruhigen
Landsträßchen der Umgebung von Saint-Florentin lassen Ihnen
die Wahl, denn an Raum für den Genuss der freien Luft und die
Beobachtung der Natur mangelt es hier zu keiner Jahreszeit.Das
Luftsportzentrum inmitten der Natur beglückt Flugbegeisterte, Delta- und Hanggleiter, Fallschirmspringer und ULM-Freunde. Dabei können Sie gleichzeitig Baudenkmäler, Architektur und vielfarbigen Landschaft aus der Vogelperspektive entdecken.Geheizte Schwimmbäder, Minigolf, Tennisplätze, Reitsportzentren
Die Region um Saint-Florentin bietet viele sportliche und spielerische Aktivitäten für jeden Geschmack.
SAINT-FLORENTIN
Reise durch die Geschichte Vom römischen "Castrum" zur charaktervollen Kleinstadt
In der Antike lag hier bereits eine wichtige Kreuzung von Verkehreswegen, bewacht vom römischen Castrum Florentinium, dem heutigen "Château Florentin", auf seinem schmalen Hügelrücken, das im Jahre 833 seinen heutigen Namen erhielt, als zwei Ordensschwestern bei der Rückkehr aus der Pilgerschaft die Reliquien des Heiligen Florentin an diesen Ort brachten, ein Edelmann und Ritter aus der Champagne, der im 5. Jahrhundert von einem Anführer der Wandalen ermordet worden war.Nach dem Wohlstand der Römerzeit durchlebte die heiß begehrte Stadtfestung am Schnittpunkt der Flusstäler zahlreiche Kämpfe, Plünderungen oder Brände von den Wanderungen der Westgoten bis hin zum Zweiten Weltkrieg.Glücklicherweise erlaubten es die kurzen Friedenszeiten, die Stadt zu restaurieren und die noch heute bestehende, unvollendete Kirche aufzubauen.Zu Beginn des 20. Jahrhunderts öffnete sich das kleine Landstädtchen, das bisher nur Handwerksaktivitäten kannte und im Rhythmus seiner weithin bekannten Märkte und Messen lebte, auch der Industrie, ohne jedoch seinen pittoresken Charakter zu verlieren. Die bis dahin stagnierende Einwohnerzahl stieg von 2900 im Jahre 1945 auf heute mehr als 5000.
Touristischer Spaziergang durch Saint-Florentin
Die Kirche

Die
Kirche "Saint-Florentin†hat im Bezug auf die Altstadt
geradezu majestätische Dimensionen und wurden in einigen
Abschnitten zu Beginn des 16. Jahrhunderts auf den Grundmauern ihrer
Vorgängerin errichtet. Das Innere birgt ein
außergewöhnliches Ensemble von Glasfenstern aus dem 16.
Jahrhundert, viele Statuen und eine der in Frankreich seltenen Lettner.
Das Bauwerk gehört zu den unverzichtbaren Kleinoden der Stadt. Sie
können für die Besichtigung der Schlüssel am
Tourismusamt ("Office de Tourismeâ€) ausleihen.
Die Fontäne
Die im gotischen und Renaissance-Stil erbaute Fontäne wurde 1979 mit den drei Bronzedrachen restauriert, die aus der ursprünglichen, im Jahre 1859 demolierten Brunnenstruktur stammen. Das Bauwerk ist eine Huldigung der in der Region verehrten Heiligen wie Sankt Florentin, Sankt Martin, der Heiligen Béate und der Heiligen Barbara.
Das Museum der Region Florentinois 
Diese letzte noch bestehende Kantonsmuseum des Departements Yonne präsentiert seinen Besuchern einen chronologischen Überblick, der von den erhaltenen Spuren der Römerzeit bis zu den spezifischen Aktivitäten Region reicht, die zu Beginn des 20. Jahrhunderts verschwanden: http://stflorentinmusee.fluo.net
Die Getreidehalle
Die unter Louis-Philippe von 1842 bis 1844 errichtete "Halle aux Grains†(Verkaufspunkt und Börse der Getreideproduzenten) dient heute als Markthalle Montags- und Samstagsmorgens für Lebensmittel, wo Sie Obst- und Gemüsestände und andere lokale Produkte finden.
Das Panorama des Priorats
Obwohl
das Priorat in den Revolutionswirren zerstört wurde, bietet diese
Promenade mit ihrem Kiosk einen sehr schönen Blick auf die
Altstadt mit dem stolz aufragendem Glockenturm, einem Überbleibsel
der Befestigungswälle des 12. Jahrhunderts, im Vordergrund. Von
dieser Erhebung aus geniesst man ausserdem einen guten Rundblick
über die Täler der Flüsse Armançon und Armance
sowie – bei geeigneten Wetterverhältnissen – mehreren
Dörfern dieser Täler.
Der Stadtgarten

Dieser Ort paradiesischer Ruhe am Fuße der Altstadt und des ehemaligen Gerberviertels wird von Häusern am Ufer zweier Arme der Armance gesäumt und umfasst imposante Bäume und eine Freilufttheater.
Der Bootshafen
Am
Kanal von Burgund (Canal de Bourgogne) und ganz in der Nähe des
Stadtgartens und der Kanalbrücke lädt dieser angenehm im
Grünen gelegene Ort zu kulinarischen Genüssen und Entdeckung
des Kulturerbes von Saint-Florentin ein. Außerdem ist es der
ideale Ausgangspunkt für Wochenendausflüge oder Ferienfahrten
auf den Schifffahrtsstrassen der Region an Bord von umgerüsteten
Lastkähnen, die Sie ohne Kapitänsdiplom und andere
Formalitäten benutzen können.
Die Kanalbrücke
Diese
im unverkennbaren Stil von Vauban errichtete Steinbrücke mit ihren
fünf Brückenbögen erlaubt es dem Kanal von Burgund, die
Armance zu überqueren. Nur einige Schritte weiter führt Sie
der Treidelpfad am Kanal entlang bis zur Maladrerie, einem ehemaligen
Hospiz für Leprakranke mit von Aussen sichtbaren Ruinen der
ehemaligen Kapelle.Entdeckung der Dörfer der Region um
Saint-Florentin
Kleine Rundfahrt in den Dörfern
Am Kreuzweg der Römerstrassen liegt Avrolles,
ein seit 1971 der Stadt Saint-Florentin eingemeindeter Weiler, der am
Fuße der früheren Römerburg "Oppidum
Eburobrigaâ€, von der noch ein imposanter Befestigungswall zu
sehen ist. Die Lage hat die Entwicklung des Ortes begünstigt, aber
auch dazu beigetragen, dass er im Laufe der Jahrhunderte
Zerstörung und Brandschatzung erdulden musste. Heute liegt das
friedliche Dörfchen auf einem Kreidehügel, der vom
Othe-Massiv abgeschnitten ist. Avrolles hat seine einzigartige Kirche
aus dem 15. Jahrhundert bewahren können, deren befestigter
Glockenturm vom Hauptschiff durch eine Lindenallee getrennt ist
Avrolles liegt mitten in Apfelhainen, deren rote Früchte traditionell für die Herstellung von Apfelwein verwendet werden.
In
einiger Entfernung vom Dorf liegen auf den Uferhöhen des
Armançon-Tals zwei Gutshöfe, die mehrere Jahrhunderte
überdauert haben. Die befestigte "Ferme Duchyâ€
ist eine Beispiel für Militärarchitektur des 14. und 15.
Jahrhunderts: Die quadratischen Türme der Wehrmauern sind von der
Strasse aus sichtbar. Etwas weiter weg findet man die Ferme de Crécy,
die 1138 von der Abtei von Pontigny erworben wurde, hat sich seitdem
ohne Unterbrechung der Landwirtschaft gewidmet. Heute belebt der Verein
"Cîteaux à Crécy†(Zisterzienser von
Crécy) die historischen Scheunen- und Kapellengebäude des
Mittelalters mit regelmässig stattfindenden Besichtigungen und
Animationen.
Nach der Abfahrt von der Zisterzienser-Scheune von Crécy
führt Sie die „Route départementale 78" nach Bouilly,
einem Bauerndorf am Hang eines engen Tals. Die Höfe umfassen
zahlreiche Häuser aus dem 19. Jahrhundert, deren Mauern aus Sand-
und Kreidesteinen mit Backsteinumrahmungen errichtet wurden. Auf einem
Hügel an der Westseite des Dorfes steht die Kirche
"Saint-Pierre-es-Liens†mit dem quadratischen Glockenturm
über dem Portalvorbau. Da die Böden von Bouilly sich
dafür besonders eignen, wird hier ein großer Rinderbestand
gehegt, der die Grundlage für die Produktion zweier
Rohmilchkäsesorten bietet, dem Soumaintrain und dem
Saint-Florentin, die direkt vom Hersteller am Hof verkauft werden.

Die Strasse führt weiter nach Rebourseaux auf dem entgegenliegenden Hang und durch das Tal, das ebenfalls mit Einzelgehöften besiedelt ist, die sich oft hinter sanften Bodenwellen verbergen. Das Dorf besteht aus zwei Teilen: Dem Unterdorf Bas-Rebourseaux in der Kiesebene der Armançon und dem Oberdorf Haut-Rebourseaux am Rand des Waldes von Pontigny. Die geologische Vielfalt des Ortes bietet eine ideale Grundlage für einen reiche Flora und Fauna. Das Vogelschutzgebiet von Bas-Rebourseaux kann das ganze Jahr über besichtigt werden. Die Wege wurden so gestaltet, dass ornithologische Beobachtungen möglich sind, ohne dass die Vögel gestört werden.
Im Armançon-Tal liegt Vergigny,
ein größerer Ort, der seit 1972 Bouilly und Rebourseaux
eingemeindet hat. Eingerahmt von den beiden Flüssen
Armançon und Serein ist die Gemeinde der ideale Ausgangspunkt
für Waldwanderungen im umgebenden Forêt de Pontigny mit
zahlreichen markierten Pfaden. Der Ort verdankt seine Entwicklung einer
Quelle, der Fontaine Saint-Gervais, die bis zum Ende des 18.
Jahrhunderts Ziel von Pilgerfahrten kranker Kinder war. Auf dem
Dorfplatz finden Sie die Kirche
"Saint-Gervais-et-Saint-Portais†mit dem Grundriss in
lateinischer Kreuzform. Der Bau wurde seit seiner Entstehung im 12.
Jahrhundert ständig verändert bis hin zur Installation
moderner Glasfenster im 20. Jahrhundert. Ein Spaziergang durch den Ort
erlaubt auch den Blick auf einige Taubenhäuser von
Privathäusern, darunter der des Schlosses, der aus dem 15.
Jahrhundert stammt.
Die sandigen Böden von Vergigny sind ideal für den Spargelanbau geeignet, der bis 1960 in großem Umfang betrieben wurde. Ein großer Teil der Ernte wurde per Bahn ab dem Bahnhof des Ortes in Großstädte versandt. Heute ist der Vergigny-Spargel aufgrund der Marktbedingungen und der Schrumpfung der landwirtschaftlichen Aktivitäten zu einer begehrten Spezialität geworden, für den man bei den Produzenten und auf Märkten der Region hohe Preise bezahlt.
Auf der anderen Seite der Nationalstrasse 77 fällt der Blick auf Chéu,
gelegen an den Hängen eines Hochplateaus. Nach einem verheerenden
Brand im Jahre 1829 wurde dieses Wehrdorf entlang breiter Strassen
wieder aufgebaut, die in einen großen Platz münden. Die
Kirche, die Sankt Martin geweiht ist, stammt zum Teil aus dem 12.
Jahrhundert und hat ihr romanische Portal erhalten können. Nicht
weit davon befindet sich das Waschhaus, das 1864 gebaut wurde und von
einer unterirdisch eingefassten Quelle gespeist wird. Nach
volkstümlichen Legenden war Chéu immer schon ein Land der
Hexen und seine Einwohner waren wegen ihrer in Frankreich unerreichten
Bosheit berüchtigt. Streitigkeiten unter Bauern arteten oft in
Hexerei aus, wobei jeder versuchte, die benachbarten Höfe mit
einem Bann zu belegen. Das ging bisweilen so weit, dass manche
Einwohner ein öffentliches Urteil verlangten, um ihre Unschuld zu
beweisen. Trotz der Interventionen der französischen Kirche und
des Parlaments in Paris verstummten die Anschuldigungen wegen Hexerei
erst nach dem Grossbrand im 19. Jahrhundert, der das teuflische Dorf
von seinen bösen Geistern gereinigt haben soll.
Heute bevölkern statt Hexen Flugzeuge, Segelflugzeuge, Hanggleiter und Fallschirme den Himmel über Chéu. Der Flughafen von Saint-Florentin liegt in der Nähe und sorgt im Frühling für Leben in den Lüften über der umgebenden Landschaft.
Heimische Produkte sind hier der Spargel oder Erzeugnisse der Baumschule auf den sandigen Böden, aber die unbestrittene Spezialität ist die Bohnensorte "Cocoâ€, deren rotes Fleisch auch im gegarten Zustand seine feste Form behält..
An den Ufern von Armançon und dem Kanal von Burgund erscheint dann Jaulges
inmitten von Feldern und Forsten. An der Kreuzung zweier Strassen
findet man ein stolzes gotisches Kreuz aus dem 15. Jahrhundert aus
weißem Stein mit mehreren Heiligenfiguren. In der Nähe des
Dorfplatzes steht die Kirche aus dem 13. Jahrhundert, die wie das
Gotteshaus von Chéu dem Heiligen Martin geweiht ist. Am
Ortsausgang liegt das Waschhaus aus dem 19. Jahrhundert am Ufer des
Flusses Armançon, eingerahmt in sattem Grün.
Ufer des Flusses Armançon, eingerahmt in sattem Grün.Diese friedliche Dorf war zur Zeit der römischen Kolonisation Galliens eines der wichtigsten Töpfereizentren seiner Epoche. Die nahen Wälder, das Wasser des Flusses und die reichhaltigen Tonschichten entlang der Römerstrasse von Sens nach Alise sowie die Wasserstrasse des zu jener Zeit schiffbaren Flusses ermöglichten den Transport von Keramiken, Gefäßen, Statuetten, Ziegeln und Backsteinen nach praktisch allen Orten Galliens, bis die Produktion Anfang des 5. Jahrhunderts zum Erliegen kam. Heute bestimmt der Getreideanbau und die Arbeit in den Baumschulen den Lebensrhythmus von Jaulges, aber auch die Rinderzucht, die die Grundlage für Käsereiprodukte mit authentischen Farben und Aromen bildet. Die berühmten Sorten Saint-Florentin und Soumaintrain kann man direkt beim Erzeuger am Bauernhof erstehen
Jeden Sommer belebt im Juli ein großer, renommierter Altwaren- und Antiquitätenmarkt das Dorf, dessen Einzugsbereich die gesamte Region umfasst.

Die Kleinstadt Germigny
wird vom Kanal von Burgund durchflossen und bildet dank der nahen Ufern
von Armance und Armançon einen Anziehungspunkt für Angler.
Trotz dieser privilegierten Lage sind nur wenige Spuren der Besiedlung
aus der Vorgeschichte und der Galloromanischen Epoche erhalten. Nach
einer Legende sollen sich hier gegen Ende des 6. Jahrhunderts die
Armeen der gefürchteten Königinnen Frédégonde
und Brunehaut (Friedegunde und Brünhilde) im Weiler von Germigny
eine Schlacht geliefert haben. Außer der Kirche aus dem 15. und
16. Jahrhundert – der größten aller Dorfkirchen der
Region -haben Mittelalter und Moderne jedoch keinerlei Spuren
hinterlassen. Die Kirche ist den Heiligen Peter und Paul geweiht und
birgt in seinen imposanten Mauern ein wundervolles
Renaissance-Chorwerk, Steinfiguren der Schule von Troyes, Fragmente von
Grauton-Glasfenstern Statuen sowie einen bemerkenswerten
Holzschnitz-Tabernakel aus. Im Dorf und umliegenden Weilern findet man
bisweilen schöne Gutshäuser aus dem 19. Jahrhundert mit
abgestumpft winkligen Dächern und Portalen aus Schmiedeisen an
zwischen Backsteinpfeilern, die an die charakteristische Architektur
der Champagne Humide erinnern. In Germigny ist Wasser überall
präsent, vom Stauwerk flussaufwärts am Armançon, das
die Doppelschleusen am Kanal von Burgund speist bis zu den
Waschhäusern.
Für Freunde süßer Genüsse sorgen die Arbeitsbienen von Vieux-Champs: In diesem Weiler inmitten der Weiden und Wiesen produzieren sie einen je nach Jahreszeit hell oder rötlich-bernsteinfarbenen Honig, den die Imker mit traditionellen Techniken ernten..
Im Randgebiet der Region empfiehlt sich ein Abstecher ins Armance-Tal nach Beugnon und Soumaintrain unternehmen, wo Gutshäuser im typischen Stil von Saint-Florentin diverse Milch- und Käsereierzeugnisse anbieten. Die beiden Dörfer werden von einer Feinschmecker-Route, der „Ronde des fromages et du foie gras" durchquert, an der die Käsesorten Soumaintrain und Saint-Florentin mit dem Petit Beugnon, der Tomme, der Faisselle und anderen Kuhmilcherzeugnissen rivalisieren. In Beugnon bereitet man aus den hier gezüchteten Enten kulinarische Spezialitäten wie Foie Gras (Stopfleberpastete) oder Wurst zu, aber auch ein Topfgericht (pot-au-feu) oder Ente in Apfelwein, die hier auf eine lange Tradition zurückblicken können. Westlich davon liegt ganz in der Nähe und in einem besonders gut erhaltenen traditionellen Landschaftsbild das Dorf Sormery, dessen zahlreiche Nachbarweiler sich im Wald verbergen. Hier sind Sie bereits im Pays d'Othe, wo sich die Apfelweinstrasse (route du cidre) mit ihren Keltern durch weite Wälder und grüne Täler mit Apfelbaumhainen zieht..
